Kennlinienmessung

Peakleistungs- und Kennlinienmessung

Durch ein patentiertes Verfahren kann das Prüfgerät "mit nur einer Messung und ohne Angabe der Moduldaten" direkt am Aufstellungsort die Peakleistung, den Serieninnenwiderstand und den Parallelinnenwiderstand ermitteln und auf dem für Sonnenlicht geeigneten hochauflösenden Touch-Farb-Grafikdisplay anzeigen.

Die Vorteile unsere Messung
Warum ist eine Messung mit kapazitiver Last erforderlich?

Die Kennlinienmessung an PV-Generatoren (Modulen, Strings, Arrays) darf einerseits nicht zu schnell verlaufen (hohes dV / dt), da bei schneller Messung (<20 ms) durch kapazitive / induktive Eigenschaften des Generators bzw. Messaufbaus die gemes­sene Kennlinie verändert werden kann und nicht mehr alleine die Charakteristik des PV-Generators wiedergibt. Auf der anderen Seite darf die Messung nicht zu langsam verlaufen (>1 sec), da sonst die Gefahr von Schwankungen der Einstrahlung während der Messung deutlich zunimmt, welche die Messergebnisse beeinflussen würden. Auch die Modultemperatur ist hiervon betroffen, die zwar relativ träge reagiert, sich aber innerhalb von Sekunden doch ändern kann.

Patentiertes Rechenverfahren zur Ermittelung des Serieninnenwiderstandes des Generators aus nur einer gemessenen I-U-Kennlinie. Dieser Widerstand ergibt sich physikalisch aus dem für die Modulherstellung verwendeten Material und dem Aufbau des Moduls sowie seines Kabelanschlusses und hat im Normalfall einen konstanten Wert. Dieser beträgt z. B. bei kristallinen Modulen etwa 1 Ohm, bei Dünnschichtmodulen mehr als 2 Ohm. Die Messung des Serieninnenwiderstands ist neuerdings mit den Messgeräten der Serie Profitest PV möglich. Dazu muss nur eine einzelne I-U-Kennlinie des Moduls gemessen werden. Aus dieser Kennlinie berechnet das Gerät automatisch den RS sowie auch die Peakleistung PPK und den Parallelwiderstand RP. Der theoretisch zu erwartende Wert des Serieninnenwiderstands RS lässt sich berechnen. Dies wird mit der Software ausgeführt, wenn man STC-Kennwerte Uoc, Isc, UMpp und IMpp des Moduls kennen.

Der berechnete RS wird nun mit dem gemessenen Wert vergleichen, den ein Profitest PV nach der Kennlinienmessung ausgibt. Ist der gemessene zu hoch, muss die Verkabelung auf Bruch, Korrosion, Verbindungsfehler oder Minderdimensionierung geprüft werden.




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